Geschichte
| Das Wappen |
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| Die sechs Speichen des Rades symbolisieren die
sechs auf Oersdorf zulaufenden Wege. Der Baum steht für den Wald, der
blaue Balken für die Ohlau. |
Am 5.
Januar 1496 vermachte König Johann dem "Getreuen" Herrn Hans von Ahlefeld
neben diversen Ländereien auch eine Stelle in Oygeestorpp. Da er dies
schriftlich festhielt, war das sozusagen die Geburtsurkunde des
Dorfes.
König Johann war nicht nur König von Dänemark und
Norwegen sowie der Goten und Wenden; er war auch Herzog von Holstein,
Schleswig, Stormarn und Dithmarschen (die waren damit gar nicht einverstanden).
Außerdem war er Graf zu Oldenburg und Delmenhorst. Das allerdings unter
dem deutschen Kaiser, was wiederum König Johann gar nicht
gefiel.
Oersdorf jedoch nahm es zum Anlass, 1996 das "500jährige"
zu feiern.
Dabei ist Oersdorf eigentlich erheblich älter. Die
günstige Lage, der fruchtbare Boden, der Wald und die fischreichen
Gewässer machten den Ort schon zur jüngeren Steinzeit zu einem
beliebten Siedlungsgebiet. Fundstücke aus der Bronzezeit sind 1915 auf dem
Steenberg ausgepflügt worden. 1845 und 1875 wurden bei Erdarbeiten 60
Urnen mit Knochenresten gefunden. Auch 1959 beim Bau der Straße
Wiesengrund wurden Urnen ausgegraben. Eisenschlackenfunde in der Nähe des
Wohldweges runden das Bild ab.
Der alte Ochsenweg von Dänemark nach
Hamburg hatte kurz nördlich von Ulzburg eine Anbindung durch einen in
West-Ost-Richtung verlaufenden Handelsweg, der über die Graff in Oersdorf
Richtung Benfurth verlief.
In einer militärischen Karte des
Herzogtums Holstein (1784-1796) sind die sechs auf Oersdorf zulaufenden Wege
deutlich sichtbar. Diese sechs Speichen finden sich in unserem Wappen
wieder.
 Der Name unseres Dorfes entwickelte sich von Oygeestorpp
über Otustorp, Orckstorp, Oestorpp und Oerstorf zu Oersdorf (seit
1825).
Auf dem Platz vor dem Feuerwehrgerätehaus ist die alte durch
Oersdorf verlaufende Landstraße symbolisch angedeutet. An dieser Stelle
stand noch bis August 1989 die alte Schmiede von Willi Rudolf.
Im Jahre
1741 erbaute die Gemeinde ein strohgedecktes Schulhaus, welches 1884 abbrannte,
aber neu aufgebaut wurde. Diese alte Schule mit der Wohnung des Lehrers ist
jetzt Bestandteil unseres Gemeindehauses.
1998 erhielt die Feuerwehr ein
neues DIN-gerechtes Gerätehaus.
Die Räumlichkeiten des 1999
abgebrannten alten Feuerwehrgerätehauses wurden von der Gemeinde und ihren
Vereinen genutzt. An gleicher Stelle wurde 2001/02 der neue Gemeindesaal
erbaut. |