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380- kV Audorf – Hamburg/Nord

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380- kV Audorf – Hamburg/Nord
Neubau in bestehender 220-kV-Trasse

Die Trassenplanung bei Neubau-Projekten

Grundsatz: Die Nutzung bestehender Betroffenheiten hat Vorrang vor der Schaffung neuer Betroffenheiten
Konsequenz: Der Ersatzneubau in gleicher, unveränderter Trasse hat die oberste Planungspriorität

Das Genehmigungsverfahren

Planfeststellungsverfahren (eigentliche Genehmigung der Leitung)

Interessenaustausch zwischen allen Beteiligten
Privatpersonen erhalten Möglichkeit zur Stellungnahme

Netzentwicklungsinitiative Schleswig-Holstein

Im Herbst 2010 wurde die Netzentwicklungsinitiative Schleswig-Holstein ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist es, den Ausbau des Stromnetzes in Schleswig-Holstein zügig voran zu bringen, um die enormen Mengen Windenergie - 9.000 MW installierte Leistung sind bis 2015 prognostiziert - abtransportieren zu können.

An der Netzentwicklungsinitiative Schleswig-Holstein sind beteiligt:

° die Netzbetreiber TenneT TSO GmbH,
° 50Hertz Transmission,
° E.ON Netz GmbH,
° die Schleswig-Holstein Netz-AG,
° die ARGE Netz GmbH&Co. KG,
° der Bundesverband Windenergie / Landesbüro Schleswig-Holstein,
° der Bundesverband Erneuerbare Energien,
° der Schleswig-Holsteinische Gemeindetag,
° der Städteverband Schleswig-Holstein,
° der Schleswig-Holsteinische Landkreistag,
° das Wirtschaftsministerium, das Umweltministerium und das Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein.

Seit Juni 2011 sind auch die Kreise Nordfriesland, Dithmarschen, Plön und Ostholstein der Initiative angeschlossen, weitere werden folgen.

Beschleunigungsvereinbarung
Im August 2011 wurde von den Mitgliedern der Initiative eine Beschleunigungsvereinbarung geschlossen. Darin verpflichten sich die Beteiligten, alles für eine Beschleunigung des Netzausbaus Erforderliche zu tun und u.a. vor Beginn des förmlichen Verwaltungsverfahrens einen Dialog- und Kommunikationsprozess durchführen (Scopingverfahren).

Informationen in der Region
Seit September finden 2011 Regionalkonferenzen in den betroffenen Regionen statt. Bürger haben im Anschluss an die Konferenzen die Möglichkeit, Feedback zu den Trassenvorschlägen unter » Stromnetzausbau@wimi.landsh.de an das Kieler Wirtschaftsministerium zu adressieren. Diese informelle Form der Bürgerbeteiligung ersetzt nicht die formalen Rechte im Rahmen des offiziellen Planfeststellungsverfahrens.

Bevor die endgültige Genehmigung eines Leitungsbauvorhabens erfolgen kann, ist gemäß Energiewirtschaftsgesetz die Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens (PFV) notwendig.

Das PFV sieht eine umfassende Beteiligung der Öffentlichkeit vor. Im abschließenden Planfeststellungsbeschluss wird der Sachverhalt als Ganzes bewertet und die Argumente gegeneinander abgewogen. Nach Vorliegen des Planfeststellungsbeschlusses, der den Trassenverlauf und die Maststandorte im Detail festlegt, kann mit dem Leitungsbau begonnen werden.

Ablauf
Die Planunterlagen werden zunächst in den Gemeinden, auf die sich der Leitungsbau auswirkt, öffentlich ausgelegt. Die Bürger haben dann die Möglichkeit eine schriftliche Stellungnahme bei den zuständigen Ämtern und Gemeinden einzureichen. Bei einem Erörterungstermin werden die vorgetragenen Anregungen und Bedenken von der Anhörungsbehörde mit den beteiligten Behörden, der Öffentlichkeit und TenneT als Projektträger diskutiert. Auf diese Weise soll der bestmögliche Ausgleich zwischen dem Interesse der Öffentlichkeit und dem Interesse des Verfahrensträgers sichergestellt werden. Zum Abschluss erfolgt durch die Genehmigungsbehörde der Planfeststellungsbeschluss, die eigentliche Genehmigung des Projekts.

Technische Varianten
Für den Leitungsbau stehen zwei technische Varianten zur Verfügung. Freileitungen und Kabel. Für 380-kV-Höchstspannungsleitungen werden üblicherweise Freileitungen eingesetzt.

Kosten
Grundsätzlich ist TenneT als Netzbetreiber gesetzlich verpflichtet, notwendige Investitionen in wirtschaftlicher Weise durchzuführen. Hierdurch will der Gesetzgeber die Preise für die Netznutzung - und damit den Strompreis - möglichst niedrig halten. TenneT ist beim Ausbau des Höchstspannungsnetzes offen für beide technischen Alternativen. Entscheidend ist die Anerkennung der Kosten durch die Bundesnetzagentur.

Im 380-kV-Höchstspannungsnetz sind Kabelsysteme derzeit noch deutlich teurer als Freileitungen. Das Gutachten der Universitäten Hannover und Oldenburg unter Federführung von Prof. Oswald hat für die Erdkabelverlegung für das Projekt Ganderkesee - St. Hülfe Mehrkosten in Höhe des Vierfachen der Investitionskosten für eine Freileitung ermittelt.

Technische Eigenschaften
Freileitungen sind auf der Höchstspannungsebene weit seltener von Ausfällen betroffen als Erdkabel. Die Ausfalldauer - also die Zeit von dem Ausfall bis zur Wiedereinschaltung nach erfolgter Reparatur - ist bei einer Freileitung wesentlich kürzer als beim Kabel. Zudem ist die Lebensdauer von Freileitungen, die 80 Jahre und mehr genutzt werden können, etwa doppelt so hoch wie die von Kabeln.

Eine Kabelleitung ist im vermaschten Freileitungsübertragungsnetz ein Fremdkörper. Durch seinen geringeren elektrischen Widerstand zieht das Kabel sozusagen Strom an. Es birgt daher ein erhöhtes Fehlerrisiko.

Massiver Natureingriff
Gelegentlich wird vermutet, Erdkabel seien umweltverträglicher als Freileitungen, weil man sie nicht sehen kann. Diese Sichtweise greift allerdings zu kurz. Auch Kabeltrassen sind in der Landschaft deutlich erkennbar, weil sie nicht bebaut werden dürfen und von tief wurzelnden Pflanzen freigehalten werden müssen. Ähnlich wie Freileitungen bedeuten auch Kabeltrassen einen dauerhaften Eingriff in die Natur. Um die gleiche Übertragungskapazität wie bei einer Freileitung zu erreichen wären mehrere parallele Kabelsysteme erforderlich. Die dafür erforderliche Trasse wäre bis zu 15 Meter breit.

Drainageeffekte und Wärmeentwicklung des Kabels führen zu einer Austrocknung des Bodens im Trassenbereich. Auf der Höchstspannungsebene können Kabel zudem nicht einfach „untergepflügt“ werden. Daher werden umfangreiche Aushubarbeiten für die Verlegung der Kabel erforderlich. Die Erdbewegungen betragen dabei ein Vielfaches dessen, was für die Errichtung einer vergleichbaren Freileitung notwendig ist.

Dokumentation Netzausbau » ..... [4.212 KB]

Hier die für Oersdorf relevanten Daten des Scopingverfahrens.

Die Gemeinde Oersdorf versucht gemeinsam mit den Umlandgemeinden die Trasse an der Autobahn zu erstellen.

Sollte dies nicht möglich sein, wird die Bestandstrasse ausgebaut werden.
Hier hat die Gemeinde Oersdorf bereits einen Vorschlag eingebracht, der die Leitung von der Wohnbebauung abrückt.

Die aufgeführten Trassenverläufe der möglich geplanten Verlegung (rot) sind nicht endgültig. Die endgültigen Detailverläufe werden erst für das Planfestellungsverfahren präzisiert.


Die Oersdorfer Alternative ist in den nachfolgenden Bildern rot gekennzeichnet.

Trasse im Überblick

Überblick vergößert

Ausschnitt Kaltenkirchener Strasse

Ausschnitt Winsener Strasse


Hier nochmals die eben gezeigten Ausschnitte als PDF-Datei, in der die Bilder vergrößert werden können, für eine bessere Übersicht.

Übersicht 1:5000 » ..... [2.246 KB]

Übersicht 1:2000 (Schmalfeld/Oersdorf) » ..... [2.051 KB]

Übersicht 1:2000 (Kaltenkirchener Strasse) » ..... [2.074 KB]

Übersicht 1:2000 (Winsener Strasse) » ..... [2.227 KB]